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"Neue Mitte" PDF Drucken E-Mail
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Freitag, den 21. Mai 2010 um 13:57 Uhr

hoffmannsstrasse

Bad Salzuflen. Dass die Bäckerei Wiebusch plane, einen eigenen Betrieb an der Hoffmannstrasse aufzumachen, weil sie mittelfristig den Standort Marktkauf verlassen müsse, sei eigentlich eine gute Nachricht, so der Fraktionsvorsitzende der Bunten Liste Bad Salzuflen, Matthias Obenhaus. Baulücken würden geschlossen, Investitionen getätigt, Arbeitsplätze gesichert.

Wenn, ja wenn dort nicht ein Bebauungsplan gelten würde, der "eigentlich" einen weiteren Betrieb mit Lebensmittelverkauf gar nicht mehr zulasse. Der Innenstadt Salzuflen sollte keine unnötige Konkurrenz entstehen, war seinerzeit die Begründung für die einschränkenden Regelungen.

Nun habe sich das Gebiet an der Hoffmannstrasse jedoch äußerst positiv entwickelt, betont Obenhaus, so dass bereits von einer "Neuen Mitte" gesprochen werden könne, die höchst ansprechend den Bereich zwischen den großen Ortsteilen ausfülle. Einziges Manko seien die Leerflächen, die ein wenig noch so aussähen wie Strassenzüge nach 1945. "Ein 'Auffüllen' dieser Bereiche kann nur im Sinne der Stadt sein, zumal sich daraus auch Haushaltsmehreinnahmen generieren lassen. Umso unverständlicher ist das Beharren insbesondere der SPD, an den Restriktionen des derzeitigen Bebauungsplanes festzuhalten und den Wünschen möglicher Investoren entgegenzuwirken", so Fraktionschef Matthias Obenhaus. Es gelte vielmehr, das Potential dieser "Neuen Mitte" zu erkennen, den Bereich weiter zu attraktivieren und die Übergänge an die Altstadt sowie an an den neu zu strukturierenden Bereich Uferstrasse in Schötmar so harmonisch wie möglich zu gestalten. So könne langfristig eine Tangente, beginnend am Kurparksee über die Altstadt bis zum Ostertor weiter über Sparkasse und Hoffmannstrasse bis nach Schötmar, entstehen, die eine Mischung von Bummeln, Verweilen und Einkaufen verspreche. "Die Bunte Liste hat sich mehrfach im Planungsausschuss mit Nachdruck für solch eine Perspektive ausgesprochen, doch die SPD bremst alle übrigen Fraktionen aus."

Auch am kleinteiligen Einzelhandel in Salzuflen gehe die Entwicklung nicht vorbei: "Die Unternehmen müssen sich den veränderten Gegebenheiten anpassen, neue Chancen ergreifen oder sie werden verschwinden", so Obenhaus. Ein Konservieren der jetzigen Situation, so wie es die SPD derzeit propagiere, könne nicht erfolgreich sein. "Man muss die Stärken der jeweiligen Ortsteile herausarbeiten und miteinander in Beziehung setzen, nur so hat die gesamte Stadt eine Chance, sich insgesamt positiv zu entwickeln und nicht der Veralterung anheimzufallen."