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Dienstag, den 25. Mai 2010 um 14:55 Uhr

buergernahVon Günter Kleinpenning

Die "Bunten" reden nicht nur darüber, sondern praktizieren sie auch, die Nähe zum Bürger. Wir sind bei den Bürgerinnen und Bürgern und den Einrichtungen, welche von Salzuflerinnen und Salzuflern genutzt werden.

Heute berichten wir über den sehr informativen Besuch beim "awb" im Kiliansweg, Ortsteil Schötmar.

Am 19.05.10 waren wir zu Gast beim awb. Der Leiter der Einrichtung, Uwe Dorn, hat uns in einem zweieinhalbstündigen Gespräch die Einrichtung erklärt und gezeigt:

  • Der awb ist Anlaufstelle für Arbeitslose, ist im sozialen Bereich wie dem „Sozialen Mittagstisch“ tätig und fördert auch in integrativen Bereichen.
  • Bei den so genannten Arbeitsgelegenheiten sind beim awb sieben Personen angestellt, als Busbegleiter/Innen 12 Personen, im Tierheim 15 Personen und im Umweltzentrum 20 Personen tätig.
  • Das Arbeitslosenzentrum wird durch "Lippe pro Arbeit" und Sparkasse gefördert. Dieses Zentrum war in diesem Jahr bereits Anlaufstelle für 400 Beratungssuchende - steigende Tendenz.
  • Weitere Projekte sind u.a. ein Frauenprojekt, in dem Frauen, speziell auch nach einer Babypause, in den Arbeitsmarkt wieder integriert werden sollen, sowie ein Projekt, bei dem Personen mit "mehrfachen Vermittlungshemnissen" wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen.
  • Neu beim awb wird die sprachliche und berufliche Qualifizierung sein; ein Projekt mit einer Laufzeit von 6 Monaten, in dem verstärkt "berufsbezogene Sprache" vermittelt wird.
  • In Gründung befindet sich der noch ein Betreuungsverein, für den noch ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen als Betreuer/Innen gesucht werden.
  • Zu guter Letzt ist da noch der "Soziale Mittagstisch", bereits eine gefestigte "Institution" auf dem Bereich der sozialen Fürsorge. Beim sozialen Mittagstisch werden 50 – 60 Essen pro Woche (Montags und Mittwochs) ausgegeben. Neben Beziehern von Hartz IV beträgt der Anteil der Seniorinnen und Senioren mittlerweile ein Drittel. Tendenz auch hier steigend.

Zusammengefasst unterstützt der awb viele Projekte, welche zur Qualifizierung für den Arbeitsmarkt beitragen, und Projekte, die Beziehern von geringen Einkommen ein Stück weit das "Überleben" ermöglicht.

Umso bedenklicher ist es daher, daß aus dem Bereich der Sozialverwaltung der Stadt Bad Salzuflen Vorschläge als Sparbeiträge zum Haushaltssicherungskonzept beigebracht werden die sich so lesen:

  • Kürzung der Grundförderung (54.200 Euro) ab 2012 um 14.200 Euro.
  • Kürzung des Zuschuss (18.000 Euro) an den Sozialen Mittagstisch in 2011 um 2.000 Euro. Ab 2012 kein Zuschuss mehr für den Mittagstisch.

Die Vermutung, daß die Salzufler Sozialdemokraten auch nach diesem "Strohhalm" zur Konsolidierung der Finanzen greifen werden, ist nahe liegend. Deshalb nehmen wir aus dem Gespräch beim awb dessen Anliegen mit, solchen Versuchen entgegenzusteuern.

Eine weitere Anregung war die Begutachtung des ÖPNV. Problempunkte sollen hier der teilweise nicht barrierefrei Einstieg in die Busse sein und zu Stoßzeiten eine nicht ausreichende Kapazität für Fahrgäste mit Rollatoren und Rollstühlen. Im Juni werden hier die Strecken im Stadtbusnetz von den "Bunten" befahren, um sich einen entsprechenden Überblick zu verschaffen und die Probleme zu "heilen".

Weitere Besuche bei zahlreichen Einrichtungen in unserer Stadt sind in Arbeit. Gerne nehme ich, die Fraktion und auch der Stadtverband der Bunten Liste Bad Salzuflen Anregungen und Vorschläge entgegen.