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Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 20:09 Uhr

Von Matthias Obenhaus

Bad Salzuflen. Zum nunmehr dritten Mal wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung, diesmal erneut in der Bürgerhalle des Rathauses, unter dem Motto "Mobilität in Bad Salzuflen" die beiden Gutachten "Mobilität und Lärmminderung" sowie "Verkehrskonzept Innenstadt" den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

Nun, so ganz stimmt das nicht, denn nach dem ersten Tagesordnungspunkt sprang der Bürgermeister in die sich ergebene Lücke und meinte, man wolle die gesamte Thematik "Verkehrskonzept" nicht noch einmal aufrollen, die verschiedenen Vorschläge seien ohnehin allen bekannt.

Als dann doch zaghaft die Fragen nach einer Lösung für den Verkehrsfluss am Salzhof aufkamen, wollte Dr. Honsdorf "den Deckel drauf lassen", so dass es seitens der Planer bei dem Statement blieb, man habe der Politik einige Alternativen an die Hand gegeben, über die Anfang Juli abzustimmen sei.

Im umfangreichen ersten Teil "Mobilität und Lärmminderung", an dem sich ebenfalls grundlegend nichts geändert hatte und der aus demselben Grund eigentlich auch nicht erneut bei einem "Forum" hätte behandelt werden müssen, entspann sich dann jedoch eine ganz andere Debatte. Vertreter der Bürgerinitiative Beetstrasse/Wüstener Strasse brachten noch einmal ihr Unverständnis zum Ausdruck über die hohe Fahrzeugfrequenz, die Lärm- und die Luftbelastung an "ihrer Strasse".

Beigeordneter Rolf Oberweis wies darauf hin, dass nicht die Stadt der Strassenbaulastträger sei und es mithin äußerst schwierig wäre, verkehrsdämmende Maßnahmen an einer Landstrasse gegen den Willen von "Strassen-NRW" durchzusetzen. Allerdings wiesen die Vertreter der Bürgerinitiative auf ein Gutachten hin, das darauf hinaus lief,  dass an der Beetstrasse an zwei Messpunkten beinahe doppelt so hohe Schadstoffemissionen zu verzeichnen seien als in einem Kurort zulässig. Und obwohl die Verwaltung versicherte, seit rund 20 Jahren in dieser Angelegenheit beim Land ohne Erfolg zu intervenieren, wurde eingeräumt, dass zum Jahreswechsel derartige Messungen ebenfalls grundsätzlich im Stadtgebiet vorzunehmen seien.

Nach der intensiven Diskussion um die hohen Messwerte etwa an der Detmolder Strasse in Bielefeld, wo ebenfalls Konsequenzen gefordert werden, könnte eine "offizielle" Messung bei mittlerweile geänderter Gesetzeslage durchaus zu neuen Erkenntnisse auch in Bezug auf die Beetstrasse führen.