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Dienstag, den 29. Juni 2010 um 19:03 Uhr

Von Matthias Obenhaus

hoffmann2Überraschend hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung in seiner gestrigen Sitzung sich mit einer breiten Mehrheit dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan im Bereich der südlichen Hoffmannstrasse (quasi zwischen Autoersatzteil-Unternehmen und Tankstelle) zu ändern und damit die Rahmenbedingugen zu schaffen, um die Freiflächen nach gelockerten Prinzipien, welche die Verwaltung noch erarbeiten soll, Handel und Gewerbe zur Verfügung zu stellen. Damit kam der Ausschuss unter anderem dem Wunsch eines Bäckereibetriebes nach, an dieser Stelle eine Art Filiale zu erbauen, nachdem ein weiterer Verbleib der Bäckerei im Marktkauf sich seinem Ende zuneigt.

Die Bunte Liste Bad Salzuflen hatte das Thema in einer weit vorausgegangenen nichtöffentlichen Sitzung bereits grundlegend aufgegriffen und dafür plädiert, das höchst attraktive Einkaufsgebiet an der Hoffmannstrasse durch Neuansiedlungen auf den häßlichen Freiflächen weiter aufzuwerten. Dagegen stand zunächst die Haltung von SPD und Verwaltung, die nach wie vor  auf einem "restriktiven Ausschluss von weiteren Nahversorgungseinrichtungen sowie zentrenrelevanten Sortimenten" beharrten. Die Bunte Liste hatte seinerzeit bereits darauf verwiesen, dass nach 15jähriger Entwicklung derartige Restriktionen kontraproduktiv wären, was die immer noch leer stehenden Freiflächen deutlich zeigten. Das Gebiet hätte eine dynamische Eigenentwicklung genommen zum Wohle der Bürger sowohl in Bad Salzuflen als auch in Schötmar, dem die Politik Rechnung tragen solle.

 

Dies taten nun auch die beiden großen Parteien CDU und SPD, lediglich die Verwaltung kam - zumindest während der Sitzung - noch nicht ganz auf den Geschmack. Dennoch wurde deren Antragsformulierung, man möge den Bebauungsplan in seiner bestehenden Form nicht ändern, mehrheitlich abgelehnt. Die Bauverwaltung wurde nunmehr angehalten, in einem beschleunigten Verfahren die Eckpunkte neu zu definieren, unter denen Neuansiedlungen von Handel und Gewerbe demnächst möglich seien. Offene Ohren gab es auch für das Argument der BLBS, das bisher zu schützende "zentrumsrelevante Sortiment" sei an der Hoffmannsstrasse längst erhältlich, sowie der Hinweis, das Ausmaß der noch zu bebauenden Flächen sei zu gering, um wirklich zu Unverträglichkeiten in den beiden Salzufler Zentren zu sorgen.