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Friss oder stirb PDF Drucken
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Freitag, den 02. Juli 2010 um 11:38 Uhr

Von Reiner Toppmöller

wuelfer"Vogel friss oder stirb" - man könnte glauben, dass dies zum Stil der Großkoalitionäre in Zusammenarbeit mit der Verwaltung geworden ist. Neben dem "alternativlosen" Vorschlag, die Kleinschwimmhalle im Schulzentrum Aspe zu schließen, stehen auch einige Vereine vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Auf den Punkt brachte es der Vorsitzende des Vereins in Wülfer-Bexten, der sich nicht nur schriftlich, sondern auch bei der Besichtigungsfahrt des Sportausschusses beschwerte.

Statt mit den Vereinen zu reden und nach Lösungen zu suchen, würde man hier unter einem  unmöglichen zeitlichen Druck mit vollendeten Tatsachen konfrontiert, warf Andreas Brinkmann der Verwaltung vor. Ähnliches hörten die Ausschussmitglieder in Knetterheide beim SV Werl-Aspe und in Holzhausen. Hier ist die Situation noch verschärfter durch die jahrelange Auseinadersetzung mit einem Nachbarn. Alle gemeinsam fühlen sich von der Politik und der Verwaltung allein gelassen.

Die Bunte Liste nahm sich in der anschließenden Sitzung des Themas mit scharfer Kritik an. Die Schließung des Kleinschwimmbeckens ist für uns ausgeschlossen. Dies wurde auch durch Statements der Fachleute, wie des Vorsitzenden der Grundschulleiterkonferenz und des DLRG unterstützt. Schwimmunterricht gehöre zum gesetzlichen Auftrag der Primarstufe. Dass man hier über Kinder und nicht über Einsparungen reden muss, machte Reiner Toppmöller unmissverständlich deutlich. Dies trifft auch für die Sportvereine zu, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz Pflichtaufgaben der Stadt im Jugendbereich übernehmen. „Wer heute Schwimmbäder und Sportstätten schließt, braucht in 10 Jahren Psychologen und Streetworker, um die Jugendlichen wieder zu rersozialisieren", sagte Reiner Toppmoeller.knetterheide

Mit unserem massiven Einsatz gegen die beiden Vorlagen haben wir es erreicht, dass die Entscheidungen auf den 14. September verschoben worden sind. Bis dahin sollen Gespräche unter Einbeziehung des Stadtsportverbandes mit den Vereinen geführt werden. Gleichzeitig soll die Verwaltung klären, wie viel des gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmunterrichtes im Schulzentrum Lohfeld angeboten und wie dieser organisiert werden kann.

Die Bunte Liste ist stolz auf das zunächst erreichte Ziel. Dennoch bleiben wir dabei: Sollte eine andere Entscheidung als der Fortbestand der Kleinschwimmhalle im Ergebnis stehen, werden wir die Eltern und Vereinsvertreter bei ihrem angedrohten Bürgerentscheid unterstützen.